ein gotischer fall

waghalsig falle ich in hesperis´ garten in einen strom aus quecksilber,
langsam treibe ich und sehe bunte gotische narren auf seilen gehen über den strom an den mauern der stadt
gottes grosse gaukler breiten ihre flügel und beschwören einen dom aus schwarzem licht
ernüchtert tauche ich auf,
in den wellen bricht sich der schein der fackeln

ich bedarf deiner, um den fluten zu entsteigen und dem treiben beizuwohnen
schwirrende stimmen ziehen um den brunnen und durch die alten fachwerkbauten,
als ich mich frage, wer der kleine mann mit der brille ist,
der dort oben gekreuzigt wird

sie wissen es alle nicht

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