mein friedrichshain

einmal mehr gleiten die schritte
durch stalins weiße alleen
um zu muenden in
den verborgenen garten

die schritte-schritte-schritte
verlieren sich nach hier-hier und dort
schleichen vorbei an der steinernen mutter
in ihren haenden das kind
aus beiden die ewigkeit broeckelt
zersetzt sie allmaehlich

der mensch gespalten in wege

hinter bueschen
treffen hunde zum kampf sich
errichten einen turm aus schall
der klaefft bis er umfaellt
und alles erschlaegt mit schweigen

woanders hat sich einer bank
kriechend genaehert ein altes paar
mit heiseren stimmen
kraechzt es von schoenen
belanglosigkeiten des lebens

jene buschecke da hinten
erscheint nun zugewachsen
diese rose juengst verblueht –
so reden die stimmen kurz
wenn die stille wird unertraeglich
und zu begraben sie droht

und was der junge mann
nebenan wohl schreibt?
ein raetselbuch, na ein raetselbuch.

achja, achja.


© 2005 by Arne-Wigand Baganz








seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


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- arne-wigand baganz

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