alpha traum alpha

durch den nebel bricht sich licht, durch die baeume, durch den wald.

ein schrei entkommt des hirsches wunden koerper, von weitem nur er unvernommen stirbt - jaegers messer mein, so stach ich zu. zitternd, voller lust. schweigend ich toete - entzuende die geburt goettlicher schmerzen.

in den staedten, draussen die verwesung, richten sie das weisse kreuz auf klaren leichen, artig krampfhaft wohlerzogen. gerade linien zieht die klinge -- welke haut. der anblick deiner reinen schoenheit.

dem trommler vor dem galgen - einen schatten wirft´s ihm aufs gesicht, doch haelt er die knochen, in fruehere leben schlaegt sein drohend´ marsch.

das kind aber verbirgt seine ohren in erde, traeumt sich begraben, und gebrochenes licht durch die baeume, durch den wald scheint. da nehme ich deine hand, so du vor mir stehst. schwarze unendlichkeit atmet tiefste luft, klamme kaelte. blanke augen, dein leeres entsetzen. verzaehlte zahlen, gekruemmte gedanken. antike palaeste vergehen in scherben. aus deinen traenen wachsen die trauernden weiden.

spaeter sezieren wir worte in paradiesgaerten. schwer und sueß die duefte ziehen. verschiebt sich erneut die realitaet. alpha traum alpha - ich bin die wirklichkeit. alpha, mein alpha - erschlaegt diesen traum.

hier bin ich nicht.


© 2001 by Arne-Wigand Baganz


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