der ewige krieger

da zieht er noch mit dem schwert durch die lande, verwirrt und als haette ihn eine grausame krankheit befallen. vielleicht hat sie das auch, er weiss es nicht, aber etwas ist in ihm, das frisst ihn langsam auf - tag fuer tag. und doch bleibt er, was er ist. kein anfang und kein ende auf seinem weg. ziellos und gefangen in einer endlosen schleife, aus der eines tages er brechen wird: heraus - um fuer immer fortzugehen und allein - doch als sieger!

an den wegraendern sieht er zuweilen opfer frueherer schlachten in ihrem elend verwesend. manchmal spriesst daneben roter mohn wie ein undeutbares zeichen des im kern undurchschaubaren universums.

(was nur sollen diese gedanken ...)

fast alle hatte er sie niedergeworfen, nur den einen nicht, der sich versteckte in unteren welten, in die kein sonnenlicht drang. aber was half es - nach dort unten konnte er nicht mehr hinab, weil er einst aus diesem duesteren reiche war emporgestiegen in die oberwelt, die heute nur noch war eine wueste von ruinen. so sollte es sein und so war es gut.

es gab keinen weg zurueck hinab, und so musste er warten, bis die unterwelt in sich zusammenbrach. fast war er sich sicher, dass dies noch jahre dauern wuerde, aber er war zu allem bereit und bis zum ende wuerde er ausharren, denn es gab nur eines:

[...]


© 2002 by Arne-Wigand Baganz


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