in der gruft

wie ein schatten auf unseren herzen liegt die zeit, da wir noch taeglich hinabstiegen in die gruft, die unser heim war. dort, wo kein licht uns schien, nur kerzen und im winter die kaelte uns umarmte, so dass wir eingehuellt in schweren maenteln wie panzer starrend nebeneinander saßen, um uns nur schweigend nah zu sein, wuchsen die narben - und aus den narben stiegen bald schwaerme schwarzer voegel, die gegen die sonne zogen, die in ihr dann vergluehten und als weiße asche hinabfielen zu unseren fueßen. ich erinnere mich an nichts mehr - und an alles; die leere und die hoffnung, die verschaemten blicke aus deinen waessrigblauen augen --- und wie die asche uns zu den koepfen stieg, als wir aufhoerten, zurueckzukehren auf die erde.


© 2004 by Arne-Wigand Baganz


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seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


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