spaet

spaet. es ist spaet.

langsam brennen die kerzen herunter und der schwere geruch von hyazinthen zieht durch die luft. zieht durch das zimmer.

wird noch spaeter.

eine gar sphaerische musik schleppt sich dahin. setzt sich. manchmal. fliesst in seichten wellen wie ein gebaendigter ozean durch die leere, stoesst sich ab in den ecken des zimmers. kommt zurueck, schwappt hin und her. wie ein echo. es bricht, es ueberschlaegt sich - nur wenig. kehrt dann erneut ein in die ruhe. das ewige fliessen. das sanfte fliessen. bald zaeh.

meine seele haenge ich daran und mein herz. werfe es in diese seichten wellen. lasse mich tragen. befreit von den schweren kraeften, von steinen.

spaet. es ist spaet. wird noch spaeter.


© 2004 by Arne-Wigand Baganz


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seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


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