tendenz dichtung

herr, ich will es gesagt haben: ihr salziger same fiel soeben sieben-plus-eins-los in den orangenhain. hoeren sie dort den maskenwuerger freudig scheppern? es scheint mir: er hat, frech, wie er ist und toetet, auch schamlos darauf gewartet. sagen sie nicht, das waere nur das dumme geschwaetz eines armseligen menschen. es waere so ueberfluessig wie ich. was soll einer sonst schwaetzen, wenn nicht dummes - wie alle menschen? ich weiss, es gibt auch den kriegsschrei der liebe, der sich des fruehlings von den blutgefleckten steingipfeln wie eine lawine hinab in die krummen taeler stuerzt und hinter sich die tiefen spuren der verzweiflung zieht. aber davon hier nichts! unverwunden sage ich, dass ich nichts zu sagen habe, ja, ich schreie, ich bruelle, dass ich nichts zu bruellen habe! meine zunge kuesst saturn und seine ringe, ich knabber die rinde der baeume. und nur noch grunzend sei den menschen verkuendet, dass sie fortan ihre dreckige erde gefaelligst allein zu drehen haben.

herr, so tragen sie mich doch endlich fort, in die nassen reisfelder, z.b.. da liegt noch so manches korn ungezaehlt! (den rechenschieber habe ich laengst geschultert).

oh. ha! es wagt zu widersingen
die hydraulisch geliftete elster:

hupper-di-pumm bubbe-nuppel
tatta-la-nue nanue!

phhhh


© 2006 by Arne-Wigand Baganz


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seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


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- arne-wigand baganz

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