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Döblin, Alfred -
Märchen vom Materialismus Alfred Döblin hat mit seinem Werk "Berlin Alexanderplatz" großes
vollbracht. Es ist in die Weltliteratur eingegangen. Sein späteres Schaffen
dokumentiert jedoch, so will ich meinen, sein Scheitern am Leben, die
Rückkehr in den Schoß der Religion, dem er einst entkriechen konnte. Und so
dokumentiert auch die recht kurze Erzählung, das Märchen vom Materialismus,
den neuen, d.h. alten Alfred Döblin. In ihr beschreibt er eine aus den
Fugen geratene Welt, genauer gesagt: eine vom Menschen getrennte Natur, die
sich plötzlich willentlich weigert, nach den Gesetzen, die der Mensch in
seinen Wissenschaften aufgetan hat, zu funktionieren. Haupthandelnde der
Erzählung sind also vor allem Tiere und Pflanzen, denen Döblin einen
Verstand zugeordnet hat, der sie zur Rebellion zwingt. Die Kühe geben keine
gute Milch mehr, der Rasen ist nicht mehr weich, sondern verhärtet, spitz,
stachelig. Wer über ihn laufen will, holt sich blutige Füsse. Diese Rezension schrieb: Arne-Wigand Baganz (2004-06-11)
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