welle um welle

welle um welle sich strandwaerts waelzt: der wellenwalzer, nachts aufgespielt; bin ich allein mit dem mond und fern, fern der heimat. doch kein tanzen.

in gedanken setze ich sieben schritte ueber das meer. enden sie nirgendwo. und hinter wolken verbirgt sich (s)ein dunkles cello, dirigiert es das rauschen der wenigen palmen, nur tagsueber gruen; draengt dies instrument auch wie eine notwendigkeit auf: versoehnendes gespraech zwischen mond und mir, habe ich die bewusstheit des seins nie klarer gespuert (denn jetzt). minuten windigen plapperns.

so lass uns nun wieder schweigen?

ziellose harmonien. das rieseln von tonleitern, unhoerbaren zwischenklaengen, das sagen von steinen. kalter sand und weit hinter den ufern berge, meine beine. sterne flammen in den haeusern, des lebens flackernde zeichen, ortschaften beseelt und nicht greifbar (greif zu!). schlaegt mein herz wie im leeren raum. ke-non.

jeder atemzug die lungen ganz erfuellt:
so atemvoll dieses irdische leben und einzig!
atemvoll, einzig.

sand bedeckt der uhren zeiger und welle um welle sich strandwaerts waelzt, welle um welle.

   welle um welle...

(wie ewig)


© 2006 by Arne-Wigand Baganz


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seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


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