NADA

Ich bin es nicht! Wer ist es dann, der diese schwachen Worte schreibt mit langen Fingern wie ein Dieb? Sag, woher kommt das alles, was so wenig ist, dass es sich verliert in leeren Hallen? Du rätselst, weisst keine Antwort? Und doch tastet sich Dein Blick weiter vor, nur um das matte Dunkel einer strahlenden Welt zu erhaschen, ganz flüchtig.

Aus den Ruinen steigt weisser Rauch - empor zu tanzenden Engeln. Immer drehen sie sich im Kreise und laben ihre dicken Münder an rotem, schweren Wein, bis sie trunken zu Boden stürzen gleich Steinen.

Dann färbt sich der Himmel purpur und ein blindes Auge schlüpft hervor aus einer silbernen Wolke. Eisige Tränen fallen langsam hinab auf die entrückten Himmelswesen, das Auge schliesst sich und entschwindet.

Und wieder fragend bleibst Du zurück, vielleicht dümmer als zuvor. Es ist wie ein Spiel, bei dem ich stets gewinne. Ein schweigend´ Lächeln legt sich auf mein schön´ Gesicht.


© 2001 by Arne-Wigand Baganz


Ihre Bewertung dieses Textes:







seelengruende - Gedichte von Arne-Wigand Baganz


die besten gedichte aus 5 jahren anti-literatur
s e e l e n g r u e n d e
- arne-wigand baganz

92 Seiten. EUR 10,- ISBN 3-8334-1226-7

mehr informationen auf




 

Über + Kontakt

© 1999-2012 by Arne-Wigand Baganz Startseite Lyrische Texte Bücher von Arne-Wigand Baganz Prosaische Texte Fotografie Inspiration Texte von Gästen