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Das Auge

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Das stolze Auge gleitet,
golden umwölkt und
hoch erhoben über allen
strahlend, glänzend,
geräuschlos im 
stummen Genuss
sich weidend an 
der Präsenz der 
mit sich selbst
ganz beschäftigten Herde
durch die festlichen,
geschmückten,
durch die dennoch
hohlen Räume,
in denen 
aus silbernen Hähnen
Milch, Milch und Honig
fließen
und die Musik des Feuers,
die Musik des Wassers
erhaben oder vielleicht 
doch recht blechern
immerfort spielt —

Das stolze Auge gleitet,
golden umwölkt und
hoch erhoben über allen
und allem,
Eindrücke gierig
aufnehmend,
Szenen sauber
festhaltend,
gänzlich ungebunden,
vollkommen von 
sich selbst erfüllt,
ohne jemals
zu blinzeln:

Des Auges Herde ist´s
da tief unter ihm,
es kaum bemerkend.

Alles,
alles ist seins.


© 2026 by Arne-Wigand Baganz

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