Die in das Uhrwerk greifenden Hände, schreiten forsch, schreiten ungehindert zur trotzigen Tat. Ein wenig bang lugen aus beinahe wolkigen Regionen längst trübe Augen hinab – unter vielfach gefurchten Stirnen mächtiger, unheimlich mächtiger Männer, so gegenwartsmüde und zukunftsängstig, sich des keinesfalls gegebenen Gelingens ihres Wagnisses zu vergewissern. Da! Es geht los. Ha! Es geht zurück. Linksherum, immer linksherum kreisen der Minuten, der Stunden Weiser, immer linksherum gegen den Sinn, den Sinn, während der Sekundenzeiger wie ein Schlafender, wie ein Erstarrter, wie ein Toter still ruht, verharrt, aber das Leben, das liebe Leben hält nimmer nimmer inne! Dann scheint es vollbracht. Trotzdem vollbracht. Faserflirrende, schlierig driftende Simulationen des Gestern, Vorgestern, des vergangenen Jahrhunderts laufen ab, stotternd oder plötzlich springend, dunkelfleckig oder gleißend überstrahlt: Ein farb- entsättigter Film, den sich die Herren der Zeit, nun künstlich verjüngt und kurzfristig Zufriedenheit ausstrahlend, für einige Momente anschauen, bevor sie schon wieder zur nächsten weltverändernden Tat schreiten. Die häufig etwas über Subsistenzniveau, teilweise sogar ganz ordentlich bezahlten Akteure in dem Streifen aber wirken lustlos, scheinen ergraut, ständig leidend. Sie spielen weiter, weiter, weiter. Weiter! Wen kümmert´s? Wen kümmert´s? Wen kümmert das alles – eigentlich?