Brighton
Eine nahezu
monochromatische
Szenerie Mitte Februar
Aus dem Wasser,
dem grauen Wasser
hat sich ein schwarzes
Stahlgerippe wie ein
nicht zu Ende gebauter
Kopf eines Krokodils
erhoben:
Wann?
(Lange ist’s her)
Unbewegt verweilt
dieses kuriose Gebilde
über den getriebenen
schaumigen Wellenbändern
der unablässig anbrausenden
Fluten,
erzählt dem,
der hinhört,
die alte Geschichte,
wenn nicht von der Genesis,
so doch die
von Aufstieg und Verfall.
Aufstieg und Verfall.
(Lausche, lausche)
(Spüre)
Feuchte Salzwinde
durchpeitschen die Gegend,
vernebeln die Sicht,
treffen schutzsuchende
Gesichter.
Regenschirme wanken,
verdecken teilweise
menschliche Körper,
und Schritte tasten
über schlüpfrige Bohlen,
auf denen sich
betörende Lichter spiegeln.
Von weißen Lampenmasten
blicken stoisch
leidlich satte Möwen;
zwischen den Spalten
der Hölzer,
einige Meter tiefer
wütet erregt
das Meer,
immer erregt
das Meer
und zeigt seinen
Rachen.
(Hungrig ist es,
nie wählerisch)
Derweil füllen sich klackernd
Münzschieberautomaten
mit bräunlichen Pennies
in den runden
ebenso gefüllten Hallen,
geben manchmal auch
ein paar Pennies
wieder frei.
Das Pier liegt
wie ein zu kurzer Arm
in und über den Wassern,
den Kontinent wird und will
es nie erreichen.
Glühbirnenschnüre
und riesige Lettern
leuchten.
Leuchten!
Leuchten!
© 2026 by Arne-Wigand Baganz
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