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© 1999-2026 by Arne-Wigand Baganz

Ukraine  Eine Reise durch die Ukraine in 113 Gedichten  Ukraine

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Eine nahezu 
monochromatische 
Szenerie Mitte Februar

Aus dem Wasser,
dem grauen Wasser
hat sich ein schwarzes 
Stahlgerippe wie ein 
nicht zu Ende gebauter
Kopf eines Krokodils
erhoben:

Wann?

(Lange ist’s her)

Unbewegt verweilt
dieses kuriose Gebilde
über den getriebenen 
schaumigen Wellenbändern
der unablässig anbrausenden 
Fluten,
erzählt dem,
der hinhört,
die alte Geschichte,
wenn nicht von der Genesis,
so doch die
von Aufstieg und Verfall.

Aufstieg und Verfall.

(Lausche, lausche)

(Spüre)

Feuchte Salzwinde 
durchpeitschen die Gegend,
vernebeln die Sicht,
treffen schutzsuchende
Gesichter.

Regenschirme wanken,
verdecken teilweise
menschliche Körper,
und Schritte tasten
über schlüpfrige Bohlen,
auf denen sich
betörende Lichter spiegeln.

Von weißen Lampenmasten
blicken stoisch 
leidlich satte Möwen;
zwischen den Spalten 
der Hölzer,
einige Meter tiefer
wütet erregt 
das Meer,
immer erregt
das Meer
und zeigt seinen
Rachen.

(Hungrig ist es,
nie wählerisch)

Derweil füllen sich klackernd
Münzschieberautomaten
mit bräunlichen Pennies
in den runden 
ebenso gefüllten Hallen,
geben manchmal auch
ein paar Pennies
wieder frei.

Das Pier liegt
wie ein zu kurzer Arm
in und über den Wassern,
den Kontinent wird und will
es nie erreichen.

Glühbirnenschnüre
und riesige Lettern 
leuchten.

Leuchten!
Leuchten!


© 2026 by Arne-Wigand Baganz

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