Oktoberidyll
Düster
Düsterer Tag
Am düstersten
Tausend Tropfen
hängen starr
an der Fenster
Scheiben
Eine flüchtige,
aus diesen Himmelstränen
[ruhig, es ist nur ein Wort!]
geschaffene Noppenfolie
lässt,
wenn man
dicht an sie herantritt
und durch sie
hindurchschaut,
den erstaunlich leeren
Balkon
die immer noch grüne
Eiche
im immer noch grünen
Innenhof,
das Nachbarhaus,
deren Fassade abwechselnd
angestrichen ist
in den Farben von
Elfenbein
und Champagner –
die Welt
in vielfältig verzerrte
Miniaturen
zerfallen,
oft, wie ich,
auf dem Kopf
stehend.
Der dünner werdende
Regen
pocht noch
a-rhythmisch
sel-ten
selten-er
am selten-sten
auf die bleichen Zinkbleche
unter den schon lange
vergammelten Fenstern.
Übermorgen,
heißt es,
dann wieder
Schein, Sonne, schein!
© 2025 by Arne-Wigand Baganz
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