Entfärbtes Laub bedeckt den Lauf des kleinen Grabens, der hier einst half, so weiß es das Internet, Weiden zu bewässern, von denen man längst nichts mehr sieht, auch nicht von den Kühen, die wohl auf ihnen grasten, bevor sie in den Schlachthäusern und dann in den hungrigen Mäulern der Millionenstadt verschwanden. Neben den wenigen verbleibenden Bäumen, sie haben erst diese Woche wieder einen Baum gefällt, stehen niedriggeschossige Betonriegel – die alten Heime vieler, die sich einst im Arbeiter- und Bauernstaat recht gemütlich einrichteten. Ihre verschließbaren cremefarbenen Rollatorboxen warten vor den Eingängen der renovierten Typenhäuser. Im Flutlicht aber jagt hinter Zäunen die bewegte Jugend wie den Älteren, den großverdienenden Stars der Rasen, den weißen Bällen aus hochentwickelten Kunststoffen hinterher, sie schwitzt bei ständig sinkenden Temperaturen und schreit sich, Spielanweisungen gebend, allmählich heiser. Ich schaue vieles. Am liebsten nach unten. Zu meinen Füßen liegen durchaus ansehnlich die welken gelben Blätter von Linden: Vom Winde wahllos verstreute Herzen, die mit ihren Spitzen in sämtliche Richtungen zeigen. Dort-, dort-, dort- und dorthin kannst du gehen, heißen sie mich wohl, und die vom kühlen Sichelmond unbewegte Brise flüstert leise: Wähle selbst!