Präsenz und Wandel
Transluzente Seidentücher,
zart flammend zitternd
im Wind, der in herzlicher
Juniwärme ganze Felder
voller Korn rhythmisch
schwankend macht:
Rote bis erotische Flecken,
grelle Tupfer eines
freigiebig schenkenden
Gottes, die dem Sagen nach
manchmal von früheren
tragischen Toden
künden:
Sie schwinden schnell,
viel zu schnell –
doch schon erscheint
in ihrer Mitte,
sich allmählich aufblähend,
blassgrün und geheimnisvoll
eine dickwandige Urne,
die tausend Träume
verführerisch birgt!
© 2025 by Arne-Wigand Baganz
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