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Der Worte Meister

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Wenn Welten wanken
und die festen Böden,
auf denen alles steht,
was Menschen lieb ist,
wie plötzlich nach unten
geklappte Deckel,
die Wege zur Hölle freigebend, 
vielfach verschwinden;
wenn tausende Giftpfeile
des ruchlosen Gegenspielers
in vernichtenden Absichten
wie dreiste Drohnen
tags den Himmel verdunkeln
und das verletzend, 
was heilig ist,
auch heimtückisch 
bei Nacht ausschwärmen,
fließen und ergießen sich 
beinahe wie von selbst,
sicheren Halt und zumindest
psychischen Schutz bietend,
die widerständigen Worte,
tragfähige Fundamente bildend,
parallele Strukturen formend:

Gigantische Silbenarchitekturen
unbezwingbarer Unbeugsamkeit –
es sind des klaren Geistes 
wundertätige Waffen, die, 
sie intensiv stützend, immer robust
hinter den körperlich gegen den Feind 
streitenden Kampfeinheiten stehen.

Noch ist kein Frieden!

Der Worte Meister
tief- und nachtblaue Augen 
überblicken hart und trotzig
weit gestreckte verhärmte 
Landschaften voller 
Stacheldraht und schwer
überwindbarer Gräben, 
sie sehen die gewaltigen 
Betonburgen und 
stählernen Festungen
in Reih und Glied
und langen Bändern,
die gemeinsam sie 
erbaut und errichtet:

Allein aus Worten –
doch nicht allein 
aus Worten!


© 2025 by Arne-Wigand Baganz

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