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Ukraine  Eine Reise durch die Ukraine in 113 Gedichten  Ukraine

Georg von der Vring

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Zeilen wie Hüllen, die,
wenn man sie abzieht,
vor einen stellen
den Dichter und seine Zeit:

Unverhüllt.

Der Einsame,
der die Gefährten
im Krieg ließ,
lebte weiter
ein Leben,
das sich mit ihm
nicht mehr deckte.

Er,
in die Inkongruenz gestoßen,
des Kummers Nimmersatt,
webte Jahrzehnte
streng gefügt die Worte
zu stabilen Geländern,
die minderten die Gefahr
des steten Fallens.

In vielen Versen gemalt
eine unbeirrbare Feier
des Verlässlichen:

Bunte Natur, die nicht trügt,
stellt das Leben
her und wieder her,
sie zeigt uns
Flammenblumen,
dunklen Efeu,
Schmetterlinge,
roten Mohn –
so schuf der Dichter etwas,
sich festzuhalten und
das wie dichte Hecken wuchernd
den Blick nahm
auf den fortwährenden Schmerz,
der doch immer wieder
brennend daraus hervorstach.

Fern wo, in keiner Zeit.


© 2023 by Arne-Wigand Baganz

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