Vollzug
Das Gesicht
versteinert
in den Winden
Stürmen
Orkanen
kühlen Lavierens
durch viele
viele Zeiten,
hebt die pechschwarze
Spinne
langsam,
bewusst
langsam,
wie in einer
Aufführung,
wie in einer
Zeremonie,
einen ihrer
meterlangen
haarigen Arme
zum Seil,
dem dicken und noch
straffgespannten:
Dann gibt sie
plötzlich
den sperrenden
Mechanismus
in einer einzigen
geschmeidigen
Bewegung
frei:
Krack-tsch
macht die
Guillotine.
Ah!
Oh!
Es rollt ein Schädel
zum Korb
hinab.
Oh!
Ah!
Die aus dem Himmel,
die aus seinem winzigen
Kopf starrenden
riesigen Augen
des mächtigen
seelenklaubenden
Vielbeiners
schimmern matt
und registrieren
den Widerhall des Aktes
im
versammelten Publikum,
während eines
seiner filzigen Glieder
einen roten Stift hält,
und bleiche Seiten
flink
mit einem
gründlichen Notat
befüllt.
Alles wird
ordentlich
registriert:
Die beinahe
trunkene Begeisterung
einiger,
endlich etwas
Bedeutendem
beigewohnt zu haben,
die schleierlos grinsende
Schadenfreude,
als auch die bang
aufatmende Erleichterung,
heute,
vielleicht nur heute
selbst noch verschont
worden zu sein,
sogar ein Stirnrunzeln –
oder zwei.
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