Kaum ist getaut der Schnee des Winters, kommen sie heraus, drängt es sie hervor: allesamt, Menschen jeglicher Lebenskreise, der Stadt Bewohner, auf den Eski Ajant, den Alten Platz, wo bedeckt mit den Mützen des verblichenen Reiches und in hell-hellblauen Hemden Polizisten gemächlich patrouillieren, stehen und beobachten, auch Sicherheitskräfte mit leuchtgelben Binden. Immergrüne Bäume, rötliche Steine und Treppenstufen. Ein Familienvater, pausbäckig und die braunen Augen hinter einer 80er-Jahre Sonnenbrille, schiebt seine Zwillinge zufrieden, fast erhaben vor sich her; anderer Väter Kinder springen herum, verspeisen bereits Eis; manche trägt Kopftuch, manche laufen jackenlos, und ein paar Jugendliche hängen unbeschwert über der Balustrade des Staatlichen Historischen Museums. Nicht davor, sondern dahinter verharrt ein eiserner Lenin, nicht noch sondern wieder. Seine Augen sind Frost und Winter – und er zeigt stur mit der Hand immer weiter nach vorn, immer weiter, einen der Füße schon zum nächsten Schritt erhoben – seit nunmehr vierzig Jahren. Nicht die Zeit blieb stehen, nicht die Zeit.