Das Haus
Da das hübsche herrschaftliche
und hoch angesehene Haus
irgendwann müde ward
und seine vielerorts,
ja, auf der ganzen Welt bestaunten
schmuckvollen Fassaden das Bröckeln
trotz feinster akustischer Ablenkungen,
von ausgewählten Meistern
klassischer Instrumente vorgetragen,
nicht mehr verhehlen konnten,
entschieden sich
die vieles entscheidenden Entscheider
eines recht trüben Tages,
allerlei wahllos zusammengerafften Dreck
in die kaum mehr zu zählenden Löcher
und auch über die meisten
entstellenden Mängel zu werfen,
doch was half es ihnen?
Verraten sei's
in aller Knappheit
als auch
in einiger Bitterkeit:
Nicht lange,
nicht viel
half es –
denn ganz ohne Haus
stehen nun alle
weißgesichtig im
Schutt der Ruine:
Sie durften merken –
und was war es
für ein Knallen und Bersten,
was waren es für Erschütterungen,
die tagelang anhielten! –
sie durften merken,
dass man an ihrer aller Heim
gar nicht mit Dreck,
sondern tatsächlich
mit Sprengstoff
gearbeitet hatte.
Noch immer klingelt es
ihnen schmerzhaft
in den Ohren.
Kling-ling-ling-ling.
© 2025 by Arne-Wigand Baganz
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