In einer wenig beleuchteten Ecke der Kirche ruht, drapiert in Hellblau und leuchtend Gelb, ein Altar und auf ihm das archetypische Bild der Mutter Gottes mit ihrem kleinen Kinde – leicht schräg gekippt als Ikone. Aus der Ferne, mitten im Schiff des Gebäudes, beäugt neugierig und immer recht freundlich ein Pastor seine Gäste, um diese, wenn sie ihn schließlich einmal passieren, in ein selten in die Tiefe gehendes Gespräch zu verwickeln: Woher man sei, möchte er wissen – das ist ein leichter und funktionaler Einstieg – und er zeigt sich ein wenig enttäuscht, wenn Leute, die sich für den abseitigen Altar interessierten, nicht antworten: Aus der Ukraine. Draußen jedoch, gleich nebenan wartet eine Kapelle auf Zahlende, die lange schon danach dürsten, gravierte Steinplatten mit Blicken zu erhaschen, auf denen ein großer Name steht – wohl einer der größten. Rundherum Unmengen von bunten Blumensträußen auf dem Boden … Auf der anderen Seite, jenseits des sandhell in den Himmel greifenden Gebäude Gottes, hat sich grünende Mai-Lust zwischen gräulich-verwitterte Grabsteine geworfen; im Schatten furchig-stämmiger Bäume springen rotbraune Eichhörnchen munter herum, auf dem Boden verstreute Eicheln suchend und findend, bergend oder gleich verspeisend. Sie verschwinden rasch, so rasch, wenn Schaulustige ihnen zu nahe kommen. Ach, lass doch all, sagt süßlich eine Stimme, die herrlichen Museen des idyllischen Ortes Museen nur sein, sie finden schon genug artige Wesen, die bereit sind, am Eingang in der festgesetzten Höhe zu geben, genug Wesen, die hastig oder gemächlich auf knarrenden Dielen hindurchstiefeln oder -schreiten wollen, vorbei an alten Möbeln und ausgesuchten Exponaten, nur um am Ausgang wieder auf der Straße zu erscheinen: Im Wetherspoon-Pub um die Ecke spielt keine Musik, aber das wahre Leben.